SÖW unterstützt Studie über "Innovationen für Nachhaltigkeit"  
 

Das erste von der Stiftung Ökologisches Wirtschaften (SÖW) geförderte Projekt ist bereits abgeschlossen: Die Studie "Innovationen für Nachhaltigkeit" von Wilfried Konrad und Jan Nill aus dem Jahr 2001 geht der Frage nach, wie groß die Bedeutung von Innovationen im Kontext der ökologischen Wirtschafts- und Sozialforschung ist und liefert einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand zu diesem Thema.
Innovationen spielen in verschiedenen Lebensbereichen eine zentrale Rolle. Sie sind für die Erschließung von Zukunftsoptionen moderner Gesellschaften unersetzbar. So sieht sich die Ökonomie einer globalisierten Konkurrenz gegenüber. Die Politik arbeitet mit neuen Steuerungsmechanismen, bei denen staatliche und private Akteure beteiligt werden, Entscheidungen aushandeln. Auch die Umweltpolitik muss neue Wege in Richtung Nachhaltigkeit und integriertem Umweltschutz gehen. Was auch immer an Antworten auf die identifizierten Veränderungsbedarfe erwartet, diskutiert und realisiert wird - es besteht jedenfalls breite Einigkeit darüber, dass es sich dabei um innovative Lösungen zu handeln hat.

Die beiden Autoren Konrad und Nill untersuchen deshalb die Charakteristika von Innovationsprozessen. Neuere ökonomische und sozialwissenschaftliche Ansätze der Innovationsforschung betonen übereinstimmend den nicht-linearen, vernetzten Charakter dieser Prozesse und den engen Zusammenhang zwischen technologischen und organisatorischen, institutionellen und sozialen Veränderungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Bedingungen für nicht-inkrementelle bis hin zu radikalen Systeminnovationen. Ihnen kommt im Hinblick auf Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung zu. Die Studie schließt mit Überlegungen zu Kriterien und Bewertungsverfahren für Nachhaltigkeitsinnovationen.

Die Ergebnisse sind in der IÖW-Schriftenreihe veröffentlicht (Schriftenreihe des IÖW 157/01).